CO₂-Check aus dem All
Satelliten finden CO2-Lecks
Ein Forschungsteam, bestehend aus Wissenschaftlern der Universität Bremen in Kooperation mit Kollegen des Alfred-Wegener-Instituts, hat eine Methode entwickelt, um den Treibhausgas-Ausstoß einzelner Industrieanlagen vom All aus zu überwachen. Bisher war es technisch schwierig, diese Emissionen klar von der natürlichen Konzentration in der Atmosphäre zu unterscheiden. Die neue Methode nutzt hochauflösende Satellitendaten. Durch sie lassen sich CO2- und Methan-Ausstöße von Stahlwerken, Kraftwerken oder Ölfeldern bis auf wenige Meter punktgenau erkennen.
Die Technik macht Abgasfahnen (Carbon Plumes) sichtbar und ermöglicht es, ihre Stärke exakt zu berechnen. Auf diese Weise können unkontrollierte Treibhausgas-Austritte, zum Beispiel Methanlecks auf Ölfeldern oder defekte Anlagen in Kraftwerken, schnell entdeckt und repariert werden. Außerdem bieten die Satellitenmessungen eine unabhängige Möglichkeit, die Einhaltung internationaler unterbringen und so leicht transportieren. Eingesetzt werden kann sie überall dort, wo sie gebraucht wird – auf Bohrinseln, in Kraftwerken oder abgelegenen Gebieten. Gefertigt wird direkt am Einsatzort, etwa wenn Ersatzteile benötigt werden. Dass das System auch in unvorhersehbaren Situationen funktioniert, zeigte sich bereits bei der kurzfristigen Produktion von medizinischen Adaptern für Beatmungsmasken.









































