Technik hält das Denken beweglich

Werkzeuge stärken das Körpergefühl im Alter

Die Forschung von Dr. Amir Jahanian-Najafabadi von der Constructor University und seinem Team zeigt, wie der Gebrauch von Werkzeugen bzw. alltäglicher Hilfsmittel unsere Körperwahrnehmung sowie die von Raum und Zeit verändern kann. Ob Alltagsgegenstand, Sportgerät oder neuste Technik: Hilfsmittel gleich welcher Art beeinflussen das innere Bild unseres Körpers und unser Gefühl, die Kontrolle über ihn zu haben. Dies ist eng mit Prozessen im Gehirn verbunden.

Basis der Studie bildes das Konzept des „Tool Embodiment“. Es geht davon aus, dass Werkzeuge im Laufe der Zeit Teil unserer Körperwahrnehmung werden und auch unsere räumliche Wahrnehmung erweitern. Außerdem belegt die Studie, dass Hilfsmittel außerdem unsere Zeitwahrnehmung beeinflussen und dass dies durch Training verändert werden kann. Das gilt auch für ältere Menschen. Sie können durch Übung die Nutzung von neuen Werkzeugen und Technologien gut erlernen, was zeigt, wie anpassungsfähig das Gehirn im Alter bleibt.

Die Untersuchungen fanden in realen und virtuellen Umgebungen mit visuellen und taktilen Rückmeldungen statt. Sie geben wichtige Einblicke in die dynamischen Wechselwirkungen zwischen Körper, Werkzeug und Wahrnehmung. Die Ergebnisse helfen, die Bedeutung von Körpererfahrung und Umwelt für das Selbstverständnis besser zu verstehen.

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