Luftfahrt im Wandel
Forschung macht Flugzeuge leichter und sauberer
In der Luftfahrt zählt jedes Gramm, denn weniger Gewicht bedeutet weniger Treibstoffverbrauch und damit geringere Kosten und Emissionen. Im Projekt TIRIKA kommen Bremer Forschung und Industrie zusammen, um nachhaltigere Technologien zu entwickeln.
Das Fraunhofer IFAM arbeitet an Verfahren, mit dem Stützstrukturen beim 3D-Druck einfacher entfernt werden können. Außerdem erforscht das Team umweltfreundlichere Lacke und Dichtstoffe, die schädliche Chromate ersetzen sollen. Ein weiteres Highlight sind neue Verfahren, mit denen Schäden an Flugzeugaußenhäuten repariert werden können. Dafür werden passgenaue, langlebige Klebepatches verwendet.
Am Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT) wird untersucht, wie Titanbauteile effizienter und umweltschonender gefertigt werden können. Alternative Wärmebehandlungen sollen die energieintensive Hochdruckbehandlung ersetzen. Tests zeigen, dass die Bauteile fester und leichter werden und Material, Energie sowie Gewicht eingespart wird. Teilweise kann ganz auf das Hochdruckverfahren verzichtet werden, was ein Fortschritt für nachhaltiges Flugzeugdesign ist
TIRIKA wird mit rund 20 Millionen Euro vom Bund gefördert. Unter Leitung von Airbus Bremen forschen über ein Dutzend Partner an nachhaltiger Luftfahrt – von Recycling bis zu Materialinnovationen. Dabei ist das ECOMAT in Bremen der zentrale Forschungsstandort, an dem rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Industrie vernetzt und praxisnah gemeinsam an klimafreundlichen Technologien arbeiten.
























