Smarte Helfer im Hafen

Roboter und Exoskelette unterstützen Hafenarbeiter

Wissenschaftler des BIBA (Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH) an der Universität Bremen erforschen im Rahmen des Projekts MEXOT, wie körperlich belastende Arbeiten im Hafen durch moderne Technik ergonomischer gestaltet werden können. Trotz Automatisierung bleibt der Mensch bei Aufgaben wie dem Umladen und Aufbereiten von Autos zentral – und wird dabei stark beansprucht.

Um die Arbeiter zu entlasten, werden in MEXOT sensorisch erweiterte Exoskelette mit autonomen Robotern kombiniert, die Material ergonomisch bereitstellen. Die Exoskelette passen sich durch Sensorik an die Bewegung der Träger an und vermeiden per Echtzeit-Analyse und Anpassung der Körperhaltung Fehlhaltungen. Die Roboter folgen den Mitarbeitenden automatisch und unterstützen beim Transport.

Über eine App wird das System gesteuert und gleichzeitig ergonomisches Verhalten gefördert. Gamification-Elemente sollen die Arbeitsmotivation steigern. Eine spezielle Softwareplattform sorgt zudem dafür, dass die Anpassungen der Abläufe auch ohne Programmierkenntnisse möglich ist.

Im Praxistest zeigten sich eine weniger starke körperliche Belastung und verkürzte Wegezeiten. Außerdem stieg bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für gesunde Arbeit. MEXOT sorgt demnach für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und kann zu einer Verringerung von Ausfallzeiten beitragen. Damit wird das Projekt zu einem Vorbild für die Förderung der Mensch-Technik-Interaktion im Sinne eines gesunden und produktiven Arbeitsplatzes. Zudem bietet es spannende Ansätze in Richtung des vorherrschenden Fachkräftemangels, denn verbesserte Arbeitsbedingungen erhöhen die Attraktivität der Jobs und helfen, Mitarbeiter langfristig zu binden.

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