Sanftere Krebstherapie
Krebs-Therapie neu gedacht
Forschende der Constructor University in Bremen haben einen vielversprechenden Ansatz für neue Krebstherapien entwickelt. Bestimmte Krankheitszellen gezielt zu bekämpfen, gehört immer noch zu den größten Herausforderungen der modernen Medizin. Eine neue Methode setzt auf künstliche Nanoporen, die die Membranen der Zellen, auf die sie angesetzt werden, schädigen.
Das Besondere: Es handelt sich um sogenannte spiegelbildliche Moleküle. Während die natürlichen Verbindungen meist eine spezifische räumliche Orientierung haben – vergleichbar mit Rechtshändigkeit – wurden die künstlichen aus den spiegelbildlichen „linkshändigen“ Gegenstücken konstruiert. Für die körpereigene Abwehrsystemen und Enzyme sind diese Nanoporen unsichtbar und werden dadurch nicht vorzeitig abgebaut.
Versuche haben gezeigt, dass sich die Poren gezielt in die Schutzhüllen von Krebszellen einfügen können und dort Kanäle bilden. Durch diese Löcher strömen unkontrolliert Ionen, wodurch das Gleichgewicht der Zelle massiv gestört wird und sie schließlich abstirbt.
Der Mechanismus arbeitet rein physikalisch durch den Einbau in die Zellmembran. Das eröffnet neue Wege für Krebstherapien, die präziser wirken und weniger Nebenwirkungen verursachen könnten als herkömmliche Methoden.



































