Durchbruch: Datenrettung dank KI

KI macht verlorene Daten wieder nutzbar

Gelöschte oder fragmentierte digitale Daten stellen Ermittler zunehmend vor Probleme. Sie sind oft nur schwer wiederherzustellen, da die klassische Forensik auf Dateisignaturen oder Metadaten angewiesen ist. Hier soll künstliche Intelligenz helfen. Das Dfki setzt auf Deep Learning, um auch solche Dateien wiederherzustellen, die zerstückelt oder gelöscht wurden. Gearbeitet wird in drei Schritten. Als erstes werden Datenfragmente nach Art sortiert. Danach folgt die Gruppierung zusammengehörender Fragmente. Sie werden schließlich zu vollständigen Dateien zusammengesetzt. Eine Aufgabe, die moderne KI‑Modellen zuverlässig meistern. Auf diese Weise können auch manipulierte oder absichtlich zerstörte digitale Beweismittel rekonstruiert werden.

Der Name des Projekts lautet Carve‑DL. Es hilft nicht nur in der Kriminalistik, sondern unterstützt auch die Industrie, verlorene digitale Daten wiederherzustellen oder manipulierte zu analysieren. Relevant ist das beispielsweise bei der Archivierung und in der Computersicherheit.
Carve‑DL zeigt, wie KI die digitale Forensik verändern kann. Künftige Aufgaben sind, die Methode in der Praxis zu testen und sicherzustellen, dass die wiederhergestellten Daten auch vor Gericht anerkannt werden.

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