Anti-Frost-Schicht aus dem Labor
Neue Schutzschicht stoppt Eis an Windkraftanlagen
Feuchte Kälte setzt Windkrafträdern zu. Sie legt sich als Eisschicht auf die Rotorblätter und führt so zu Unwuchten bei der Drehung und damit zu erhöhtem Verschleiß. Oft müssen die Anlagen deshalb bei entsprechender Witterung für Tage abgeschaltet werden, was die Stromerzeugung stoppt. Forscher des Fraunhofer IFAM und des Fraunhofer IPA haben nun eine neue Methode entwickelt, mit der Windkraftanlagen vor Vereisung geschützt werden können. Dabei tragen Drohnen eine temporäre Schutzbeschichtung auf die Rotorblätter auf, die mehrere Wochen haftet. Sie verhindert die Eisbildung und besteht aus natürlichen Materialien wie Harnstoff und Wachs.
Die Drohnen tragen die Beschichtung sehr präzise auf und lassen sich auch bei Wind exakt steuern. Damit ist diese Methode deutlich flexibler und nachhaltiger als bisherige, kostenintensive Lösungen wie integrierte Heizsysteme oder das Versprühen von Frostschutzmitteln per Hubschrauber.
Die Beschichtung und zugehörige Technik kann jedoch nicht nur bei Windkraftanlagen eingesetzt werden. Sie ist beispielsweise auch für den Vereisungsschutz von Oberleitungen im Bahnverkehr interessant.
























