So entsteht Kreativität

Forscher lüften Kreativgeheimnis

Wissenschaftler der Constructor University in Bremen wollten besser verstehen, wie kreatives Denken funktioniert und wie es genutzt werden kann, um Probleme zu lösen und die geistige Gesundheit zu fördern. In einer neuen Studie haben sie deshalb die kreative Seite von Entscheidungsfindungen erforscht.

Kreativität ist die Fähigkeit, Ideen zu verknüpfen und daraus originelle, nützliche Lösungen zu entwickeln. Beim „um die Ecke“ Denken geht es weniger um Logik als darum, kreative Antworten finden. Um zu untersuchen, wie das funktioniert, nutzten die Forscher ein Computermodell, das dem menschlichen Gehirn ähnelt. Dabei zeigte sich, dass Kreativität kein Zufall ist, sondern einem Muster folgt. Sie stießen auf zwei wichtige Mechanismen, die den Übergang zum kreativen Denken erleichtern: die Reduzierung der Aktivität bestimmter Neuronen und die Erhöhung einer Art „Temperatur“, die unkonventionelle Verbindungen fördert. Wer diese Mechanismen versteht, kann seine Kreativität gezielter fördern. Das ist sowohl im Beruf als auch bei der Bewältigung von Herausforderungen interessant. Darüber hinaus hilft es, neue Perspektiven zu gewinnen.

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