Sauber getrennt
Sensorik schützt Gewässer vor Industrieabfällen
In der industriellen Fertigung werden als Schmier- und Kühlmittel häufig Emulsionen aus Wasser und Erdöl eingesetzt. Da sie in dieser Zusammensetzung umweltschädlich sind, dürfen sie nicht unbehandelt in die Natur gelangen. Vor der Entsorgung müssen Öl und Wasser voneinander getrennt werden. Das geschah bisher vor allem durch manuelle Probennahmen und Sichtprüfungen, was zeitaufwändig und störanfällig ist. Fehler können kostspielige Reinigungsarbeiten nach sich ziehen.
Ein neuer Ansatz nutzt ein automatisiertes System, das die Grenze zwischen Wasser und Öl mittels Sensoren präzise erkennt, und den Trennungsprozess steuern kann. Entwickelt wurde er an der Hochschule Bremerhaven.
Um wirklich effektiv zu arbeiten braucht es allerdings eine sorgfältige Kalibrierung der Sensoren. Dies ist vor allem bei hochviskosen Emulsionen noch herausfordernd, das Potenzial der Technik ist jedoch groß. Ein zukunftssicheres Modell könnte auf einer Kombination verschiedener Sensortechnologien basieren, ergänzt durch Algorithmen für maschinelles Lernen. Dadurch kann die Anlage eigenständig und flexibel auf unterschiedliche Öleigenschaften, Konzentrationen und Stabilitäten der Emulsionen reagieren, ohne dass ein manuelles Eingreifen nötig ist. Das macht die Entsorgung sicherer und effizienter.





















